Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di erhöht bundesweit den Druck im Tarifkonflikt des Einzel- und Versandhandels. Auch in Hessen finden an diesem Wochenende wieder Arbeitsniederlegungen in Betrieben der Branche statt. „Nachdem die Arbeitgeber Anfang Juli alle zwischenzeitlich geplanten Verhandlungstermine in den Bundesländern abgesagt haben, erwarten die Beschäftigten mit Wiederaufnahme der Verhandlungen in der kommenden Woche, dass die Arbeitgeber ein tragfähiges Angebot vorlegen und eine Einigung im Tarifkonflikt erzielt werden kann,“ so Marcel Schäuble, ver.di-Verhandlungsführer im Handel Hessen. „Die Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel brauchen jetzt eine adäquate Lohnsteigerung. Ihre Lebensrealitäten sind so, dass jeder Euro umgedreht werden muss und am Ende jeder Euro mehr zählt. Das bedeutet insbesondere, dass gerade untere Entgeltgruppen gestärkt werden müssen,“ so Schäuble. Eine Einigung im Tarifkonflikt scheiterte zuletzt an dem Punkt, für untere Entgeltgruppen ein tarifliches Mindesteinkommen zu regeln. „Am kommenden Montag, den 24. August 2026 liegt es an den Arbeitgebern, in der 5. Verhandlungsrunde in Hessen eine tragfähige Lösung für den Einzel- und Versandhandel auf den Weg zu bringen, statt den Tarifkonflikt weiter zu eskalieren.“
Die Tarifverhandlung für den Einzel- und Versandhandel Hessen wird am 24. August 2026 fortgesetzt.