Tarifrunde der Länder - ver.di erhöht den Druck

Pressemitteilung vom 04.02.2026

 

Die Gewerkschaft ver.di erhöht den Druck im Rahmen der Tarifrunde der Länder, TdL. Die rund 4.500 nichtärztlichen Beschäftigten der Uniklinik Frankfurt sind heute und morgen, Donnerstag, 5.2. zum Streik aufgerufen. Sie streiken zum dritten Mal für ihre Forderung im Rahmen der TdL-Tarifrunde. Die zweite Runde der Verhandlungen am 15.und 16.Januar war erneut ohne Angebot der Arbeitgeber verlaufen.

Der Streik heute findet ausschließlich auf dem Klinikgelände statt. So ist dort eine Besprechung zwischen Personalrat und kaufmännischem Direktor der Klinik geplant. Morgen, Donnerstag, gehen die Streikenden wieder nach außen. Von 8.30 Uhr bis 9.30 Uhr findet vor dem Haupthaus der Uniklinik (Haus 23) eine Kundgebung statt. Anschließend zieht eine Demonstration durch Teile der Innenstadt bis zum Haus Gallus in der Frankenallee, wo die Schlussversammlung stattfindet.

Der Ausstand hat Auswirkungen auf einzelne Bereiche. ver.di hat wie üblich detaillierte Notdienstvereinbarungen mit dem Arbeitgeber abgeschlossen. Die Notfallversorgung der Frankfurter Bevölkerung ist stets sichergestellt.

ver.di fordert für die 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – zur Stärkung der unteren Lohngruppen mindestens aber 300 Euro. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft die Erhöhung aller Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) soll zwölf Monate betragen.

Zusätzlich zu diesen Forderungen im Rahmen der TdL erwarten die Beschäftigten der Uniklinik Frankfurt, dass der Vorstand der Uniklinik mit ihnen über eine „Genau hier“-Zulage von 300 Euro verhandelt. Der Vorstand der Uniklinik lehnt Verhandlungen darüber bisher ab.

Dazu Janina Held, medizinisch-technische Laborassistentin und Personalrätin: „Zu Beginn der Tarifrunde meinte der kaufmännische Direktor, Streiks seien wie Regenwetter, sie kommen und gehen. Herr Jones hat sicherlich nicht mit so viel Regen in den letzten Wochen gerechnet. Jetzt braucht es schnell einen Verhandlungstermin, damit das schlechte Wetter endlich aufhört.“

Die Universitätsklinik Frankfurt ist der einzige Betrieb in Hessen, der an den Tarifvertrag der Länder gebunden ist. Alle anderen Landesdienststellen werden im Rahmen der hessischen Tarifverhandlungen für die Landesbeschäftigten ab 27.Februar verhandelt.

Die dritte und letzte bis dato geplante Verhandlung im Rahmen der Tarifrunde der Länder findet vom 11.bis 13.Februar statt.