ver.di unterstützt Forderung nach Frankfurt-Zulage

Pressemitteilung vom 02.03.2026

ver.di Hessen stellt sich erneut ausdrücklich hinter die Forderung der städtischen Beschäftigten nach einer Frankfurt-Zulage. Als internationaler Wirtschaftsstandort sei Frankfurt überdurchschnittlich teuer, so die Landesbezirksleiterin von ver.di Hessen, Natalie Jopen: „Deshalb ist eine Zulage für alle und nicht nur für ausgewählte Berufsgruppen mehr als angebracht. Schließlich sichern die Kolleginnen und Kollegen mit ihrer Arbeit die öffentliche Daseinsfürsorge in der Stadt.“

Aus Sicht der Beschäftigten bedrohen die bestehenden Belastungen in der Stadtverwaltung die Zuverlässigkeit öffentlicher Dienstleistungen. Ohne geeignete Maßnahmen wie der Einführung einer umfassenden Zuwendung in Form der Frankfurt-Zulage seien etliche Leistungen der Stadt gefährdet. Sollte am 5. März ein Haushalt ohne Zulage beschlossen werden, könnte so etwa die Beantragung von Personalausweis, Wohngeld oder Kfz-Zulassung künftig noch langwieriger werden. Dauerausschreibungen, hohe Krankheitszahlen und fehlende Fachkräfte destabilisieren die Arbeitsfähigkeit etlicher Bereiche. Hinzu kommen die hohen Lebenshaltungskosten im Frankfurter Stadtgebiet, die die Beschäftigten zusätzlich unter Druck setzen oder den Weggang zu anderen Arbeitgebern befördern. Die Forderungen der kandidierenden Parteien bei der anstehenden Kommunalwahl zu Wohnraum, Verkehr und Sicherheit lassen erwarten, dass sich dieser Druck noch weiter verschärfen wird.

ver.di Landesbezirksleiterin Jopen fordert die Stadtverordneten auf, für die Arbeitgeberin Stadtverwaltung nachzusteuern. „Das ist ein weiteres Mittel, um Beschäftigte in der Stadtverwaltung zu halten. Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes ist attraktiv, aber die Konkurrenz zur Privatwirtschaft ist in einer Wirtschaftsmetropole wie Frankfurt doch sehr groß.“

Mareike Müller, stellvertretende GPR-Vorsitzende, ergänzt: „Die Frankfurt-Zulage wäre ein Alleinstellungsmerkmal, das die Stadt gegenüber der Konkurrenz aus dem Arbeitsmarkt abgrenzt. Damit könnten wir neuen Fachkräften auch einen weiteren Grund geben, dass eine Tätigkeit bei der Stadtverwaltung Frankfurt nicht nur sinnstiftend ist, sondern auch attraktiver als eine Tätigkeit in der Privatwirtschaft.“ Müller betont, dass die Stadt Frankfurt bereits ein großes Angebot an Leistungen bereithält, sie aber insgesamt nicht ausreichen, um sich von der enormen Konkurrenz anderer Arbeitgeber abzuheben.

Kundgebung vor dem Römer am 5. März 2025

Anlässlich der finalen Haushaltsverhandlungen veranstaltet ver.di in Kooperation mit dem Gesamtpersonalrat am 5. März ab 15:00 Uhr eine Kundgebung vor dem Frankfurter Römer. Thematisiert werden die Situation in der Stadtverwaltung sowie die damit verbundene Frankfurt-Zulage. Neben den ver.di-Vertrauensleuten und der stellvertretenden GPR-Vorsitzenden Mareike Müller werden Beschäftigte aus der Stadtverwaltung von ihren Herausforderungen im Arbeitsalltag berichten.