Die Gewerkschaften ver.di, GEW und der Gewerkschaftsbund DGB rufen gemeinsam zu einer Demonstration gegen die Sozialpolitik der Bundesregierung auf. Sie findet statt am Samstag, 20.Juni ab 11 Uhr in Kassel. Hauptrednerin bei der Protestveranstaltung ist die stellvertretende ver.di-Bundesvorsitzende Christine Behle.
Im Demonstrationsaufruf heißt es: „Wir sollen für die Krise zahlen. Das alles ist kein Naturgesetz. Es ist politischer Wille. Denn an Geld mangelt es nicht. Wenn Ärmere immer ärmer und Reiche immer reicher werden, ist das falsche Politik. Die Bundesregierung hält an ihrem Kurs fest. In allen Bereichen will sie kürzen, außer beim Militär.“ Gekürzt werde bei Beschäftigten, bei Kindern und Jugendlichen, bei Menschen mit Behinderungen, in den Bereichen Kitas, Schulen und Hochschulen, in der Pflege, Gesundheit und im sozialen Bereich.
Gleichzeitig gebe es Pläne zum Abbau sozialer Errungenschaften. So seien Einschränkungen beim Arbeitszeitgesetz geplant, beim Arbeitsschutz und bei der Entgeltfortzahlung. Wer krank wird, brauche jedoch Schutz und Solidarität statt Kürzungen und Mehrbelastung. Die Rente solle ebenfalls gekürzt werden und das Rentenalter heraufgesetzt.
Die Gewerkschaften wollen das nicht hinnehmen und den Widerstand dagegen auf die Straße tragen. Sie fordern Investitionen statt Sparwut sowie gerechte Steuern und soziale Gerechtigkeit. Der Aufruf endet mit den Worten: „Wer Menschen Sicherheit gibt, stärkt die Demokratie. Wer sie im Stich lässt, bereitet den Boden für Hass und Hetze. Wir lassen uns nicht spalten!“
Die Demonstrierenden treffen sich ab 10.30 Uhr auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs Kassel. Dort gibt es um 11 Uhr eine Auftaktkundgebung. Anschließend zieht die Demonstration durch die Stadt und endet mit einer Abschlusskundgebung am Königsplatz.