An den Warnstreiks im öffentlichen Dienst heute in Marburg und Darmstadt haben sich gut 1.300 Menschen beteiligt. In Marburg waren auch Beschäftigte des Universitätsklinikums Gießen Marburg, die heute ebenfalls streiken. Mit diesen Zahlen der ersten Aktionen zeigt ver.di sich zufrieden. Der Tarifkoordinator von ver.di Hessen, Jens Ahäuser aus Darmstadt: „Man merkt das Knistern in der Luft. Die Kolleginnen und Kollegen haben eine Erwartungshaltung. Ihnen ist wichtig, dass jetzt etwas passiert. Das Land muss sich bewegen.“
In Marburg machte Dr. Mathis Heinrich, Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission in seiner Rede vor Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und des Uniklinikums deutlich, wie umfangreich beide zur öffentlichen Daseinsvorsorge beitragen. „Gesundheit, Bildung, Soziales, Verwaltung. Eine Investition in uns ist eine Investition in die Gesellschaft.“
Die Gewerkschaften fordern für die zirka 58.000 Landesbeschäftigten 7 % mehr Geld, mindestens aber 300 Euro. Das Entgelt für die Auszubildenden soll um 200 Euro monatlich steigen. Nach der Ausbildung sollen sie ohne Notenbezug unbefristet übernommen werden. Studentische Beschäftigte sollen in den Tarifvertrag aufgenommen werden.
Außerdem erwarten die Gewerkschaften unter anderem, dass die Jahressonderzahlung in Hessen auf 100 Prozent des Monatsentgelts erhöht wird. Auszubildende und Praktikant*innen sollen einen Wohnzuschuss in Höhe von 50 Euro erhalten.
Mögliche Tarifergebnisse sollen zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamte übertragen werden.
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