Protest zur Jugend- und Familienministerkonferenz am 21. Mai in Frankfurt

Pressemitteilung vom 19.05.2026

Die Gewerkschaft ver.di Hessen schlägt pünktlich zur anstehenden Jugend- und Familienminister*innenkonferenz (JMFK) Alarm. Geplante Kürzungen im Sozialbereich bedrohen die soziale Infrastruktur massiv. Die Leidtragenden sind sowohl die lohnabhängig Beschäftigten als auch die unmittelbar Betroffenen: Kinder, Jugendliche, Familien, Menschen mit Behinderungen, Wohnungslose, Pflegebedürftige und Alleinerziehende.

Die Informationen über die geplanten Einschnitte entstammen den Überlegungen einer Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden. Die inhaltliche Umsetzung der Einsparungen liegt bei den jeweils zuständigen Ministerien. Von den Sparplänen massiv bedroht sind unter anderem die Kinder- und Jugendhilfe, die Eingliederungshilfe sowie der Unterhaltsvorschuss für alleinerziehende Eltern.

Diese Pläne bedeuten eine rücksichtslose Abkehr von einer bedarfsgerechten Finanzierung. Statt nachhaltiger sozialer Absicherung werden kurzfristige Kosteneinsparungen in den Vordergrund gestellt – ohne Rücksicht auf die fatalen gesellschaftlichen Folgen wie steigende Armut, Gewalt, Prekarität und die Zunahme psychischer Erkrankungen.

Um den politischen Entscheidungsträger*innen der JMFK die dramatische Tragweite dieser Kürzungen unmissverständlich vor Augen zu führen, werden die Betroffenen und die Beschäftigten selbst aktiv.

Kolleginnen und Kollegen aus dem Sozial- und Erziehungsdienst werden vor Ort das Wort ergreifen und gemeinsam lautstark protestieren.

Die Kundgebung findet am Donnerstag, den 21.05., um 16:30 Uhr am Kaiserplatz (direkt vor dem Hotel Frankfurter Hof) in Frankfurt am Main statt.