Die zweite Verhandlungsrunde im hessischen Groß- und Außenhandel, Verlage endete ohne Ergebnis. Zwar legten die Arbeitgeber ein erstes Angebot in der laufenden Tarifrunde vor, doch dies blieb weit unter der Erwartung der Verhandlungskommission von ver.di und wurde als unangemessen zurückgewiesen. „Die Arbeitgeber bieten nach mehreren Nullmonaten ab dem Folgemonat des Abschlusses gerade mal 1,8% für das erste Jahr einer Laufzeit. Schon jetzt kämen bei den Beschäftigten effektiv lediglich rund 1,3%% an. Damit bleibt das Angebot weit unter der derzeitigen Inflationsprognose und bedeutet weiteren Reallohnverlust. Das ist ein herber Schlag für die rund 120.000 Beschäftigten der Branche und ein fatales Signal,“ sagt Marcel Schäuble, ver.di-Verhandlungsführer für den Handel in Hessen. „Die Branche hat in den zurückliegenden Jahren Umsatz- und Gewinnzuwächse generiert. Allein in Hessen wuchs der Umsatz 2025 um 6,4%. Die Menschen, die am Erfolg der Unternehmen den größten Anteil haben und die Läden buchstäblich am Laufen halten, Kaufkraft wegzunehmen, ist unanständig. Die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben sind nachvollziehbar enttäuscht. Auch das angebotene zweite Jahr der Laufzeit mit weiteren 1,6% bedeutet unter Berücksichtigung der aktuellen Inflationsprognosen weiteren Reallohnverlust,“ so Schäuble.
ver.di fordert: