Im Fall des feindlichen Übernahmeversuchs durch die italienische Unicredit-Bank steht das hessische Wirtschaftsministerium weiter an der Seite der Commerzbank und ihrer Beschäftigten. Das bekräftigte Staatssekretär Umut Sönmez bei einem Besuch der ver.di-Landesfachgruppe Banken in Frankfurt. Gemeinsam mit der ver.di-Branchenverantwortlichen Finanzdienste in Hessen, Marina Matsiotzi, erklärte er: „Für uns ist völlig klar: Die Beschäftigten, die Gewerkschaften und die Landesregierung Hessen werden diesen feindlichen Übernahmeversuch nicht akzeptieren. Wir stehen geschlossen für den Erhalt eines eigenständigen, starken Finanzinstituts am Standort Deutschland.“
Matsiotzi: „Wir freuen uns, dass Staatssekretär Sönmez sich so unmissverständlich hinter die Beschäftigten stellt und damit auch hinter ver.di. Er stärkt damit nicht nur die soziale Verantwortung, sondern auch die wirtschaftliche Eigenständigkeit eines wichtigen deutschen Finanzinstituts.“
UniCredit CEO Andrea Orcel habe kürzlich seinen Anteil an der Commerzbank auf 26 Prozent erhöht – das sei ein weiterer Angriff auf die Eigenständigkeit der Bank, so Matsiotzi weiter.
Die Commerzbank sei ein zentrales Element für die Stabilität des Finanzplatzes Frankfurt und ein bedeutender Arbeitgeber mit langer Tradition in Hessen. UniCredit würde nicht nur tausende Arbeitsplätze gefährden, sondern auch zentrale Strukturen des Finanzplatzes zerschlagen, die für den Mittelstand essenziell sind.