Auch vierte Tarifverhandlung hessischer Einzelhandel erfolglos

Pressemitteilung vom 06.07.2026

Die vierte Tarifverhandlung für den hessischen Einzel- und Versandhandel endete heute in Raunheim ohne Ergebnis. „Zwar haben die Arbeitgeber das bestehende Angebot im ersten und angebotenen zweiten Jahr der Laufzeit jeweils um 0,4% nachgebessert, jedoch mit 2,4% im ersten Jahr und einem Aussetzen der Tarifanhebung um 6 Monate in diesem, sowie weiteren 2% im zweiten Jahr mit drei weiteren Monaten ohne Tarifanhebung bleibt das Gesamtpaket weit unter der Inflation und bedeutet unterm Strich weniger Kaufkraft für die in der Branche tätigen Menschen und deren Familien,“ sagt Marcel Schäuble, ver.di-Verhandlungsführer für den Handel in Hessen. „Die Verhandlungskommission hat das Angebot als vollkommen unzureichend abgelehnt. Insbesondere für die überwiegend in Teilzeit beschäftigten Verkäufer*innen bedeutet es keine spürbare Verbesserung der Einkommenssituation. Im Gegenteil prekarisiert der zunehmende Reallohnverlust die Rahmenbedingungen in der Branche, die andererseits der Abwanderung von qualifizierten Fachkräften entgegenwirken muss,“ so Schäuble.

ver.di fordert für die 240.000 Beschäftigten im hessischen Einzel- und 120.000 Beschäftigten im hessischen Großhandel 250,- € mehr und Anhebung der Ausbildungsvergütung um 150,- € bei einer Laufzeit von 12 Monaten.