Morgen, Donnerstag, 26.Februar beginnen die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Universitätsklinikums Gießen und Marburg. ver.di verhandelt mit der Geschäftsführung des UKGM. „Ziel ist eine ordentliche Lohnerhöhung für die wichtige Arbeit im Krankenhaus“, fasst ver.di-Gewerkschaftssekretär Fabian Dzewas-Rehm das Ziel der Gewerkschaft zusammen. „Die Beschäftigten sind das Krankenhaus, sie sind 24/7 für die Patient*innen da und wollen eine gute Versorgung für uns alle garantieren. Um genug Personal zu haben, braucht es eine gute Bezahlung.“ In den vergangenen Jahren wurde im Rahmen der Tarifauseinandersetzungen am Uniklinikum immer wieder – teils lange – gestreikt. Ob das in der diesjährigen Lohnrunde wieder nötig wird, hängt vom Verhalten des Arbeitgebers ab: „Der Rhön-Konzern hat es in der Hand, mit einem guten Angebot die Basis für konstruktive Verhandlungen zu schaffen.“
Die Tarifverhandlungen betreffen die zirka 8.000 nicht-ärztlichen Beschäftigten. Die Gewerkschaft ver.di fordert eine Lohnerhöhung von 12%, mindestens aber 400 Euro. Zudem sollen Zulagen für Schichtdienste und andere belastende Arbeiten steigen. Die Bedeutung der Arbeit im Gesundheitswesen spiegelt sich laut Dzewas-Rehm bisher nur unzureichend in der Bezahlung wider: „Gesundheitsarbeiter*innen sind Leistungsträger der Gesellschaft, ihre Arbeit verdient diese Anerkennung und eben auch die entsprechende Bezahlung.“
Die Verhandlungen beginnen um 10.00 Uhr in Gießen. In der Verhandlungspause ruft ver.di zu einer Kundgebung auf. Sie beginnt um 13 Uhr vor dem Haupteingang des Uniklinikums Gießen.