Zum Wochenende weitere Streiks im hessischen Handel

Pressemitteilung vom 25.06.2026

Die Tarifrunden im hessischen Groß- und Einzelhandel sind ins Stocken geraten. Das seit mehr als einem Monat vorliegende Angebot wurde trotz weiterer Verhandlung seitens der Arbeitgeber nicht nachgebessert. „Die vorliegenden Angebote mit 2% nach sechs Nullmonaten im Einzelhandel und 1,8% nach mehreren Nullmonaten liegen weit unter der prognostizierten Inflation. Auch das angebotene zweite Jahr einer Laufzeit liegt ebenso deutlich unter weiter erwartbaren Preissteigerungen. Die Beschäftigten im Handel, die die Läden tagtäglich am Laufen halten und für die Unternehmen gute Umsätze und satte Gewinne einfahren, so über Wochen hängen zu lassen, ist alles andere als Wertschätzung und Anerkennung. Es verschärft die zunehmend finanzielle Belastung der im Handel tätigen Menschen und deren Familien,“ sagt Marcel Schäuble, ver.di-Verhandlungsführer für den Handel in Hessen. „Für die Beschäftigten zählt jeder Euro mehr. Auch zum kommenden Wochenende werden hessenweit die Beschäftigten der Handelsbranche ihre Wut und Enttäuschung darüber zum Ausdruck bringen, wie sich die Arbeitgeber in den laufenden Tarifrunden des Groß- und Einzelhandels aufstellen und vom 26. bis 27. Juni 2026 in zahlreichen Betrieben die Arbeit niederlegen,“ so Schäuble.

Die Gewerkschaft ver.di ruft Betriebe der Unternehmen Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, Ikea, H&M, Zara, Primark, Metro und Rewe-Logistik zum Streik auf. In Kassel, Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und weiteren Städten finden regionale Aktionen statt.

ver.di fordert für die Branchen des Groß- und Einzelhandels 250,- € mehr und eine überproportionale Anhebung der Ausbildungsvergütung um 150,- € je Ausbildungsjahr bei einer Laufzeit von 12 Monaten.