Beschäftigte erwarten Arbeitgeberangebot

Pressemitteilung vom 13.01.2026

Morgen, Mittwoch, 14.01. sind die Beschäftigten der Uniklinik Frankfurt zum Streik aufgerufen. Sie streiken zum zweiten Mal für ihre Forderung im Rahmen der Tarifrunde der Länder, TdL. Gestreikt wird vom Beginn des Frühdienstes um 6.00 Uhr bis zum Ende des letzten Spätdienstes um 22.00 Uhr.
Von 8.30 Uhr bis 9.30 Uhr findet vor dem Haupthaus der Uniklinik (Haus 23) eine Kundgebung statt.

Am 15. und 16.01. findet die zweite Verhandlung im Rahmen der Tarifrunde der Länder in Potsdam statt. Die Beschäftigten erwarten, dass die Arbeitgeberseite endlich ein Angebot vorlegt. Die Universitätsklinik Frankfurt ist der einzige Betrieb in Hessen, der an den Tarifvertrag der Länder gebunden ist. Alle anderen Landesdienststellen werden im Rahmen der hessischen Tarifverhandlungen für die Landesbeschäftigten verhandelt.

ver.di fordert für die 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – zur Stärkung der unteren Lohngruppen mindestens aber 300 Euro. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft die Erhöhung aller Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) soll zwölf Monate betragen.

Zusätzlich zu den Forderungen im Rahmen der TdL erwarten die Beschäftigten der Uniklinik Frankfurt, dass der Vorstand der Uniklinik mit ihnen über eine „Genau hier“-Zulage von 300 Euro verhandelt. Sie soll den massiv gestiegenen Wohn- und Lebenskosten in Frankfurt am Main gerecht werden. Der Vorstand der Uniklinik wurde mehrfach von der Gewerkschaft ver.di aufgefordert, in der laufenden Tarifrunde der Länder über die zusätzlichen Forderungen der Beschäftigten der Uniklinik zu verhandeln, da nach Abschluss der Verhandlungen in Potsdam auch in Frankfurt wieder die Friedenspflicht gilt. Der Vorstand lehnt Verhandlungen bisher ab.

Yuna Schäfer, Auszubildene zur Pflegefachfrau und Mitglied der betrieblichen und der Bundesjugendtarifkommission: „Wir können uns die Stadt, in der wir arbeiten, nicht mehr leisten. Wir brauchen mehr Kohle. Der Vorstand mauert weiterhin und zeigt keinerlei Gesprächsbereich. Die Beschäftigten haben keine andere Wahl als für ihre Forderungen in den Streik zu treten.“