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Warnstreik in Frankfurt und Jugendstreiktag

Warnstreik in Frankfurt und Jugendstreiktag

09.10.2020

Die Gewerkschaft ver.di setzt ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst fort. Am Dienstag, 13.10. treffen sich die Nachwuchskräfte aus dem gesamten hessischen öffentlichen Dienst in Frankfurt zu einer Demonstration. Die Aktion findet im Rahmen eines bundesweiten Jugend-Streiktages statt. Außerdem sind die Beschäftigten der Stadtverwaltung Frankfurt und Beschäftigte der sozialen Arbeit und der Kranken- und Altenpflege zum Warnstreik aufgerufen. Vor dem Hintergrund der Corona-Situation hat ver.di die geplante Großdemonstration in drei unterschiedliche Stränge aufgeteilt.

Eine erste Kundgebung wird um 8.30 Uhr am Main-Ufer in Höhe des Gewerkschaftshauses sein. Unterdessen sammelt sich die Gewerkschaftsjugend am Wiesenhüttenplatz, von wo aus sie mit dem Bundesvorsitzenden über den Willi-Brandt-Platz läuft, dort Streikende der städtischen Bühnen aufnimmt und weiter in Richtung Rathenauplatz läuft. Dort haben sich dann schon weitere Streikende zu einer Kundgebung versammelt. Die Jugend macht einen kurzen Stopp und geht dann weiter. Der ver.di Bundesvorsitzende Frank Werneke wird dann am Goethe/Rathenauplatz gegen 10.30 Uhr eine Rede halten.

Landesfachbereichsleiter Gemeinden, Thomas Winhold: „Diese Streiks gehen klar auf das Konto der Arbeitgeber mit ihrer sturen Verweigerungshaltung. Wer drei Verhandlungsangebote ablehnt oder unbeantwortet lässt, kennt das Gebot der Stunde nicht. Unter strikter Beachtung aller Vorsichtsmaßnahmen geben wir nun den Verhandlungsführern von Bund und Kommunen das klare Signal, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes einen anderen Umgang mit ihnen erwarten und verdient haben.“

ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent bzw. einen Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden.

In zwei Verhandlungsrunden gab es bisher kein Angebot der Arbeitgeberseite. Die Verhandlungen werden am 22.Oktober in Potsdam fortgesetzt.