Pressemitteilungen

Busfahrerstreik gestartet

Busfahrerstreik gestartet

27.09.2019

Der Streik von hessischen Busfahrern privater Unternehmen ist planmäßig angelaufen. Von den zum Streik aufgerufenen Betrieben beteiligen sich 95 Prozent an der Arbeitsniederlegung. So ruht der Betrieb unter anderem in ganz Offenbach, in Frankfurt bei ICB, Alpina, TransDev, Main Mobil, Sippel Frankfurt und DB Bus in Frankfurt-Griesheim überwiegend, bei Mitbus Gießen vollständig, bei Viabus Langen komplett, in Erlensee, in Wächtersbach und in Gelnhausen komplett, in Hofheim überwiegend, bei der DB Regio Bus Mitte Niederlassung Kassel und den dazugehörigen Standorten zu 85 Prozent, bei Sippel in Maintal und in Mainz komplett, in Fulda komplett und auch im Regionalverkehr Main-Kinzig komplett, bei der HEAGmobiBus in Darmstadt komplett und in Weiterstadt fast vollständig.

Einige der streikenden Busfahrer werden heute Vormittag um 11 Uhr beim Verkehrsministerium in Wiesbaden eine Unterschriftenliste überreichen. Sie haben unter Kolleg*innen und Fahrgästen 2.700 Unterschriften gesammelt. Dazu haben sie einen Text verfasst, in dem sie den Arbeitgeberverband und die Landesregierung auffordern, die Arbeitsbedingungen im Nahverkehr im Sinne ihrer Forderungen zu verbessern. Nachfolgend der Text im Wortlaut:

 

„Wir, die Beschäftigten der Omnibusbetriebe des Landesverbandes Hessischer Omnibusunternehmer, sorgen mit unserer professionellen Arbeit täglich für die Gesellschaft.

Wir bringen Schulkinder in die Schule, ältere Menschen sicher zum Arzt und diejenigen sicher zum Ziel, die auf den Nahverkehr angewiesen sind. Als Busfahrerinnen und Busfahrer sind wir auch Klimaretter, denn die menschengemachte Klimakatastrophe wird nur verhindert, wenn der ÖPNV als Alternative zum individuellen Autoverkehr radikal ausgebaut wird.

Auch deshalb fordern wir Anerkennung und bessere Arbeitsbedingungen im Nahverkehr. Wir fordern mehr Lohn, mehr Urlaub und Reduzierung der bis zu 14 Stunden langen Schichten. Wir wollen auch weiterhin gute Arbeit leisten. Für eine noch bessere Sicherheit der Fahrgäste und für unsere Sicherheit im Straßenverkehr.

Wir erwarten von dem Arbeitgeberverband und der Landesregierung für die Absicherung des Nahverkehrs, die Forderungen zu erfüllen. Sollte dies nicht geschehen, müssen wir gegebenenfalls Arbeitskampfmaßnahmen einleiten.“