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EDEKA Hessenring behindert Betriebsrätekonferenz

EDEKA Hessenring behindert Betriebsrätekonferenz

16.11.2018

Der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Bsirske, hat die Geschäftsführung der regionalen Handelsgesellschaft EDEKA Hessenring in Melsungen aufgefordert, sich an das Betriebsverfassungsgesetz zu halten und Beschäftigte sowie ihre Vertreter nicht am Durchführen von Betriebsrätekonferenzen zu hindern. Das was bei der Hessenring passiert, erleben wir in anderen Regionalgesellschaften der EDEKA in Deutschland nicht. Die Einhaltung von Gesetzen und Tarifverträgen muss auch bei der EDEKA Hessenring aus Melsungen gelten“, sagte Bsirske bei einer Konferenz der EDEKA-Betriebsräte in Kassel.

Zuvor hatte Manuel L. Sauer, Fachsekretär Handel bei ver.di Nordhessen berichtet, dass der EDEKA-Geschäftsführer in Melsungen versucht habe, Beschäftigte mit Drohungen von der Teilnahme an der Betriebsrätekonferenz abzuhalten. Teilweise habe man die Betriebsräte sogar zuhause angeschrieben, selbst wenn sie sich gar nicht angemeldet hatten. Dies sei absolut inakzeptabel.

ver.di hatte auch den EDEKA-Geschäftsführer zu der Konferenz eingeladen. „Wir wollten mit der Geschäftsführung in Melsungen und den Betriebsräten der EDEKA über die Zukunft der Arbeitsplätze im Zeitalter des digitalen Wandels sprechen“, sagte Sauer. Durch das massive Engagement beispielsweise von Onlineriesen wie Amazon im Foodbereich würden sich der Lebensmittelhandel und auch die Arbeitsplätze grundlegend verändern, so Sauer. Darüber habe man bei der Betriebsrätekonferenz gesprochen. Dass die Geschäftsleitung das Anliegen hintertreibe, stelle einen massiven Affront dar. „Anstatt den Betriebsräten der EDEKA Hessenring den Respekt zu zeigen, den sie für ihre Arbeit verdienen, hat die Geschäftsführung begonnen, die Arbeit der gewählten Interessenvertretung zu sabotieren“, sagte Sauer.