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Tarifverhandlungen Groß-und Außenhandel/Verlage ergebnislos vertagt

Tarifverhandlungen Groß-und Außenhandel/Verlage ergebnislos vertagt

17.05.2019

„Die Arbeitgeber des Groß- und Außenhandels/Verlage sind doch immer wieder gut für eine ‚böse‘ Überraschung. Die Preissteigerungsrate liegt bei 2,0 Prozent, doch die Arbeitgeber bieten eine Lohnerhöhung von lediglich 1,4 Prozent an. Angesichts der gerade in dieser Handelsbranche sprudelnden Gewinnquellen ist das eine Farce und für die Beschäftigten bei ständig steigender Leistung und zunehmender Arbeitsverdichtung in den Betrieben eine ‚Ohrfeige‘“, erklärt Bernhard Schiederig, Landesfachbereichsleiter Handel und Verhandlungsführer der ver.di Hessen: „Vor diesem Hintergrund waren zielführende Verhandlungen überhaupt nicht möglich. Ein solches ‚unterirdisches‘ Angebot konnte ver.di nur ablehnen. Die Beschäftigten brauchen eine spürbare Entgeltsteigerung sowohl aktuell als auch zur Absicherung ihrer Rente.“ Die zweite Runde der Tarifverhandlungen findet am 21. Juni 2019 statt.

ver.di bleibt bei ihren Forderungen:

1.​Erhöhung der Gehälter und Löhne um 6,5 Prozent, mindestens 170 Euro, um durch diese soziale Komponente die unteren Gehalts- und Lohngruppen verhältnismäßig stärker anzuheben als die oberen.

2.​Steigerung der Ausbildungsvergütungen auf festgelegte Prozentsätze des Facharbeiter/innengehalts (derzeit 2.589 Euro): 40 Prozent im ersten, 43 Prozent im zweiten, 46 Prozent im dritten und 49 Prozent im vierten Ausbildungsjahr, damit die jungen Leute ihre finanzielle Selbständigkeit begründen und ihre Abhängigkeit vom Elternhaus etwas verringern können.

3.​Erklärung der Tarifverträge des Groß- und Außenhandels/Verlage für verbindlich in allen Unternehmen der Branche, so dass der „Sumpf“ des Lohndumpings „ausgetrocknet“ werden kann und die tarifliche soziale Sicherheit allen Beschäftigten nützt.