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Tarifverhandlungen Landesbeschäftigte: Warnstreik

Tarifverhandlungen Landesbeschäftigte: Warnstreik

22.03.2019

Vor der nächsten Runde in den Tarifverhandlungen für die Landesbeschäftigten ruft ver.di zu einem Warnstreik auf, und zwar am Dienstag, den 26.März. Gestreikt wird den ganzen Tag. Die Streikenden aus den Regionen sammeln sich jeweils und halten in vier hessischen Städten Demonstrationen und Kundgebungen ab, in Kassel, in Marburg, in Wiesbaden und in Darmstadt.

Damit wollen die Beschäftigten Druck machen auf die bevorstehende Fortsetzung der Tarifverhandlungen mit dem Land Hessen. Tarifkoordinator Jens Ahäuser: „Das sehr gute Ergebnis, das wir mit den Ländern in Potsdam erzielt haben, spornt uns in Hessen natürlich an. Wir wollen auch hierzulande dafür sorgen, dass die Landesbeschäftigten Anschluss erhalten an die Einkommensentwicklung in anderen öffentlichen Bereichen. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass einerseits in den Bereichen, in denen Fachkräftebedarf besteht, die Einkommen verbessert, aber gleichzeitig auch die unteren Gehaltsstufen angemessen berücksichtigt werden. Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes leisten unverzichtbare Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger. Sie sind es wert.“

Die Streikenden sind Landesbeschäftigte der Landesverwaltungen, der Hochschulen,   Straßenmeistereien, der Forstwirtschaft, bei Gerichten, im Justizvollzugsdienst, im Sozial- und Erziehungsdienst und anderen Landeseinrichtungen. An den Aktionen am Dienstag beteiligen sich auch andere Gewerkschaften, die an den Tarifverhandlungen beteiligt sind sowie studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte der Hochschulen.

Die Gewerkschaften fordern für die zirka 45.000 Landesbeschäftigten sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro. Das Entgelt für die Auszubildenden soll um 100 Euro monatlich erhöht werden. Außerdem sollen sie einen zusätzlichen Urlaubstag bekommen.

Außerdem fordert ver.di vom Land Hessen die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Ergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger.

Die Verhandlungen werden am Donnerstag, den 28. März in Dietzenbach fortgesetzt.