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Sonntagsarbeit bei der Post: Gerichtstermin

Sonntagsarbeit bei der Post: Gerichtstermin

15.06.2015

Die Gewerkschaft ver.di wirft der Landesregierung als Aufsichtsbehörde vor, die deutsche Post beim Thema unerlaubte Sonntagsarbeit bewusst zu schonen. Landesbezirksleiter Jürgen Bothner: „Es wird gestreikt und die Post lässt sonntags arbeiten, um liegen gebliebenes abzuarbeiten. Die Aufsichtsbehörde macht beide Augen zu, um das vom Streik betroffene Unternehmen nicht zusätzlich zu belasten, wie sie sagt.“

Der ver.di Landesbezirksvorsitzende Jürgen Bothner sieht darin eine Verletzung der staatlichen Neutralitätspflicht zum Nachteil der Gewerkschaft. „Die Streikfolgen für die Post werden auf diese Weise minimiert. Arbeitskampf muss dem Unternehmen aber wehtun, sonst ist er wirkungslos für die Beschäftigten. Die haben aber ein berechtigtes Anliegen, und das ganz besonders bei diesem Konflikt, denn hier geht es um grundsätzliche Verteilungsfragen.“

ver.di geht daher juristisch gegen die Sonntagsarbeit bei der deutschen Post vor. ver.di klagt beim Verwaltungsgericht Darmstadt, das Land Hessen möge die Beschäftigung von Paketzustellern am Sonntag unterbinden.

Das Verwaltungsgericht Darmstadt hat nunmehr zur Erörterung der Sach- und Rechtslage geladen. Die Verhandlung findet morgen, Dienstag, den 16. Juni, um 11:00 Uhr im Saal A des Verwaltungsgerichtes Darmstadt in der Julius-Reiber-Str. 37 statt.