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Übernahmeverfahren CeBeeF: Tarifbindung soll erhalten bleiben

Übernahmeverfahren CeBeeF: Tarifbindung soll erhalten bleiben

06.03.2019

Im März entscheidet sich die Zukunft des wirtschaftlich angeschlagenen Frankfurter Vereins „Club der Behinderten und ihrer Freunde“CeBeeF. Im Übernahmeverfahren sind die Interessenten aufgefordert gewesen, bis Ende Februar ihre Angebote abzugeben. Interessiert an einer Übernahme sind zwei Anbieter, das Pflegewerk Hamburg und die Lebenshilfe Frankfurt e.V. Der Gläubigerausschuss entscheidet dann, wer von den beiden Anbietern den Zuschlag erhält.

ver.di spricht sich dafür aus, dass der CeBeeF als Ganzes erhalten bleibt und nicht als Folge der Krise in einzelne Unternehmen zerschlagen wird. Denn das Scheitern des Managements, so der zuständige Gewerkschafssekretär Stefan Röhrhoff, dürfe nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgetragen werden. Deshalb fordert die Gewerkschaft ver.di auch noch einmal, dass die Tarifbindung an den Tarifvertrag dauerhaft erhalten bleibt. „Die Kolleginnen und Kollegen des CeBeeF leisten hervorragende und wichtige Arbeit in der Assistenz von Menschen mit Behinderung. Von daher ist es nur richtig, dass die Tarifbindung erhalten bleibt. Der Tariflohn wird ohnehin von den Kostenträgern finanziert.“

Röhrhoff wendet sich ausdrücklich gegen die Behauptung, der CeBeeF sei wegen der Tarifbindung in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. „Das stimmt nicht. Die Übernahme wurde notwendig, weil wegen hoher Verluste und mangelnder Liquidität eine Masseunzulänglichkeit droht, also kein Geld mehr für die Gläubiger vorhanden ist. Für dieses Missmanagement ist die Geschäftsführung des CeBeeF direkt verantwortlich, denn ihre Aufgabe ist es, für eine genügende wirtschaftliche Auslastung und eine ausreichende Liquidität zu sorgen.“