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Wende in Tarifkonflikt Stationierungsstreitkräfte

Wende in Tarifkonflikt Stationierungsstreitkräfte

16.01.2020

In die zuletzt festgefahrenen Tarifverhandlungen der Stationierungsstreitkräfte ist überraschend Bewegung gekommen. Die Arbeitgeberseite gab ihre Veweigerungshaltung auf und kehrte zurück an den Verhandlungstisch. Dabei konnte ein Durchbruch erzielt werden.

Der Tarifvertrag sieht eine Einmalzahlung von 200 bzw. 250 Euro vor sowie eine Erhöhung der Entgelte um 3 Prozent zum 1. Januar 2020 bei einer Laufzeit bis 31. Oktober 2020. Die Ausbildungsentgelte steigen rückwirkend zum 1. Oktober 2019 um 50 Euro.

Die Tarifkommission hat dem Ergebnis einstimmig zugestimmt und empfiehlt sie zur Annahme. In den nächsten Tagen finden in allen Standorten und Dienststellen Mitgliederbefragungen dazu statt.

ver.di Hessen Gewerkschaftssekretär Karl-Heinz Kauß:„Dies ist der beste Abschluss seit 10 Jahren in dem Bereich. Das Verhandlungsergebnis war nur möglich durch die vielfältigen und sehr unterschiedlichen Arbeitskampfmaßnahmen in der gesamten Spannweite von ganztägiger Bestreikung kompletter Arbeitsbereiche über mehrstündige Arbeitskampf-Aktionen bis hin zu Aktionen, die auf Öffentlichkeitsarbeit in den sozialen Netzwerken weltweit angelegt waren.“ Die Hartnäckigkeit und der Widerstand gegen die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber haben sich gelohnt, so Kauß. Nach den Aktionen der letzten Wochen seien die Arbeitgeber endlich zu konstruktiven Gesprächen bereit gewesen.

Die etwa 13.000 Zivilbeschäftigten sind vor allem bei den US-Streitkräften beschäftigt, zum Teil auch bei den britischen, französischen, kanadischen und belgischen Streitkräften sowie bei der NATO. Der größte Teil der hessischen Beschäftigten arbeitet im Europa-Hauptquartier der US-Armee in Wiesbaden.