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Darf es etwas mehr sein?

Darf es etwas mehr sein?

24.06.2019

In Hessen und im übrigen Bundesgebiet ist ver.di heute in die Aktionswoche mit dem Titel "Darf es etwas mehr sein?" zum Thema Urlaub gestartet. Dabei diskutieren bundesweit in mehr als 800 Betrieben Gewerkschaftsmitglieder mit ihren Kolleginnen und Kollegen über Urlaubsansprüche und, im Zusammenhang damit, über den Wert der Tarifbindung. Denn oft bringt erst ein Tarifvertrag im Betrieb mehr Urlaub als die gesetzlichen 20 Tage.

In Hessen gibt es dazu öffentliche Aktionen in Frankfurt und Limburg.

In Frankfurt baut ver.di morgen, Dienstag, den 25.6. am Mainufer (Höhe Gewerkschaftshaus, postalisch: Unter der Friedensbrücke/Untermainkai) Deckchairs auf und legt Handtücher aus. Im Hintergrund zieht ein Boot mit ver.di-Urlaubsplakat seine Bahnen. Die Gewerkschafter*innen wollen mit den Passant*innen ins Gespräch kommen und ihnen zwischen 12 und 15 Uhr die Vorteile von Tarifbindung am Beispiel des Urlaubsanspruchs erläutern.

Am Samstag bauen die Kolleginnen und Kollegen ihre Urlaubsutensilien in der Limburger Fußgängerzone auf, von 9.00 bis 12.00 Uhr am Neumarkt vor dem Bekleidungsgeschäft „Vohl & Meyer“.

 

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Kofferanhänger mit Aufschrift: Urlaub kommt nicht von ungefähr ver.di Aktionswoche Urlaub 2019

n einer von ver.di im Vorfeld der Aktionswoche in Auftrag gegebenen repräsentativen Befragung gaben 86 Prozent der Beschäftigten an, sie würden sich in ihrem Betrieb für eine Tarifbindung bis hin zum Streik engagieren. 68 Prozent würden sich dafür auch in einem Betriebsrat engagieren wollen. Und 66 Prozent der Beschäftigten gaben an, sie würden für eine Tarifbindung ihres Betriebes in die Gewerkschaft eintreten.

Die Beschäftigten haben auch hohe Ansprüche an ihre Arbeitgeber: 95 Prozent erwarten von ihnen, dass sie tarifvertragliche Regelungen mit dem Ziel guter Arbeitsbedingungen unterstützen, zu dem auch der Urlaub gezählt wird. Allerdings liegt da einiges im Argen: So können nur 63 Prozent der Befragten ihren Urlaub ganz ohne betriebliche Störung genießen. 21 Prozent wurden mindestens einmal im Urlaub für dienstliche Aufgaben gestört. 15 Prozent sogar zweimal und häufiger.

Und 25 Prozent der Befragten geben an, dass sie ihren Urlaub nicht wie geplant antreten konnten oder ihn abbrechen mussten. Auch beim Urlaubsgeldanspruch klaffen Lücken. So erhalten nach Angaben der Befragten 59 Prozent der Beschäftigten in einem tarifgebundenen Unternehmen Urlaubsgeld, dagegen nur 35 Prozent in nicht tarifgebundenen Betrieben.

Link zum Faktenblatt Umfrage