Pressemitteilungen

Uniklinik Frankfurt: Freifahrtticket jetzt für fast alle

Uniklinik Frankfurt: Freifahrtticket jetzt für fast alle

29.08.2018

Die Gewerkschaft ver.di hat positiv auf die Wende bei der Freifahrtregelung für die Beschäftigten der Universitätsklinik Frankfurt reagiert. Gewerkschaftssekretärin Hilke Sauthof-Schäfer: „Das kam wirklich sehr überraschend. Damit hatte keiner gerechnet. Wir freuen uns für die Kolleginnen und Kollegen. Denn schließlich wird mit dem Freifahrtticket eine Ungerechtigkeit beseitigt, auf die wir seit Monaten mit vielen Aktionen immer wieder hingewiesen haben. Wir gehen davon aus, dass diese Zusage jetzt, wie beim Land Hessen, in Tarifverträgen verankert wird.“

Auch der Personalratsvorsitzende der Universitätsklinik Frankfurt, Uwe Richtmann, äußert sich positiv. „Es ist schön, wenn wir merken, wir werden gehört und unsere Argumente werden vom Arbeitgeber und den Gremien ernstgenommen. Mehrere Tausdend Beschäftigte, die nicht zu den Besserverdienenden gehören, kommen jetzt endlich auch in den Genuss der hessenweiten Freifahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ein dicker Wermutstropfen bleibt allerdings: Für die gut 500 Beschäftigten der Tochtergesellschaften soll das Ticket nicht gelten. Wir aber meinen, Reinigungskräfte, Haustechniker, der Sicherheitsdienst und das Personal in der orthopädischen Klinik Friedrichsheim haben die freie Fahrt genauso verdient wie alle anderen. Schließlich ist der Arbeitsort derselbe.“

Bedingt durch das Nebeneinander von unterschiedlichen Tarifverträgen hatten bisher nicht alle Beschäftigten der Frankfurter Universitätsklinik gleichermaßen das Privileg der Freifahrtregelung. Zu ihnen gehören die in Forschung und Lehre Beschäftigten sowie angestellte Ärztinnen und Ärzte. Jetzt sollen auch die 4.000 in der Krankenversorgung und in der Verwaltung tätigen Beschäftigten eine Freifahrtberechtigung bekommen. Nicht vorgesehen ist sie für zirka 750 Beschäftigte der Tochtergesellschaften der Universitätsklinik.