Pressemitteilungen

Zum Internationalen Frauentag

Zum Internationalen Frauentag

04.03.2020

Frauen, die kämpfen, sind Frauen, die leben!

Die ver.di Frauen rufen in diesem Jahr dazu auf, sich am Frauen*streik zu beteiligen – außerhalb der Arbeitszeit. Die Frauen*streikbewegung ist seit einigen Jahren bereits in Spanien oder der Schweiz zeitgleich mit dem Internationalen Frauentag am 8.März aktiv. Frauen machen an diesem Tag auf die immer noch bestehende Ungleichberechtigung der Geschlechter aufmerksam. Zu feiern gibt es also nicht wirklich etwas.

Juliane Elpelt, Gewerkschaftssekretärin für Frauen- und Gleichstellungspolitik in Hessen: „Frauen verdienen immer noch im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer in Deutschland und leisten darüber hinaus noch knapp 80 Prozent der Fürsorgearbeit. Sie sind deutlich häufiger von Gewalt betroffen. Sexismus im Alltag oder im Beruf begegnet Frauen immer noch viel zu häufig. Das muss aufhören.

Wir als Gewerkschaft ver.di möchten besonders auf die Bedeutung der Tarifverträge und der Tarifbindung aufmerksam machen. Die Ungleichbehandlung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt kann so bekämpft werden.“

Auf der ganzen Welt sagen Frauen nun diesen nicht hinnehmbaren Zustand den kreativen Kampf an. Mit bunten Aktionen, organisierten Demos und Frauen*streikcafés wird es in Hessen in dieser Woche somit feministisch und kreativ. Außerhalb der Erwerbsarbeitszeit unterstützen wir als Gewerkschaft ver.di Hessen die Aktionen der Frauen*streikbewegung. In zahlreichen betrieblichen Aktionen und Veranstaltungen zum internationalen Frauentag und in Frauenversammlungen diskutieren wir frauenpolitische Themen

Veranstaltungen:

DGB

Frauen*streik

Wir fordern zum internationalen Frauentag

Körperliche Selbstbestimmung! Mein Körper, meine Entscheidung! Abschaffung der Paragraphen 218 und 219a, die unser Recht auf Abtreibung beschneiden. Beendigung von Gewalt gegen Frauen jeder Form wie z.B. sexuelle Belästigung, Bedrohung und Gewalt, ob im Alltag, in der Arbeitswelt oder zu Hause.

Zeitliche Selbstbestimmung! Wir brauchen mehr Zeit für uns, unsere Kinder, Eltern, unseren Freundeskreis und unsere Freizeit. Schluss mit Stress und Aufopferung! Wir fordern eine Gesellschaft, in der auch unbezahlte Sorgearbeit endlich als vollwertige Arbeit anerkannt und im gleichen Maße von Männern* mitübernommen wird.

Finanzielle Unabhängigkeit! Frauenspezifische Arbeit wie professionalisierte Sorgearbeit muss endlich finanziell besser anerkannt werden. Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit! Die Lohnlücke von immer noch 21 Prozent zwischen den Geschlechtern muss endlich geschlossen werden!