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Diakonie Hessen: Forsetzung Tarifverhandlungen Altenpflege

Diakonie Hessen: Forsetzung Tarifverhandlungen Altenpflege

14.02.2020

Der „Dienstgeberverband Diakonische Altenhilfe Hessen“ (DV.DAH) und die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di setzen heute ihre Verhandlungen über einen Manteltarifvertrag in der diakonischen Altenhilfe Hessens fort. In der Verhandlungsrunde stehen nochmals die Tarifregelungen zur Arbeitszeit- und Dienstplangestaltung auf der Tagesordnung.

ver.di fordert die Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden pro Woche und verlässliche arbeitsfreie Tage für die rund 5.000 von den Tarifverhandlungen betroffenen Beschäftigten. Bisher gilt in den Altenpflegeeinrichtungen der Diakonie im Bereich der evangelischen Kirche Hessen-Nassau noch eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden. „Wer den Pflegenotstand bekämpfen will, muss dringend bessere Arbeitsbedingungen in seinen Einrichtungen schaffen,“ sagt Georg Schulze-Ziehaus, Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di „Tarifverhandlungen sind auch in der Diakonie dafür der einzig richtige Weg.“ Als einen wesentlichen Knackpunkt der Verhandlungen schätzt Schulze-Ziehaus noch neben der Dauer der Wochenarbeitszeit die zusätzliche Vergütung für geleistete Überstunden in den Pflegeeinrichtungen ein: „Die Arbeitgeberseite will zusätzliche Arbeit bei Bedarf zwar kurzfristig anordnen können, aber Zuschläge für die geleisteten Überstunden erst nach einem Jahr auszahlen – das ist so nicht verhandlungsfähig!“

Vor Beginn der Verhandlungen wollen Beschäftigte aus der diakonischen Altenhilfe vor dem Verhandlungsraum für bessere Arbeitsbedingungen demonstrieren. ver.di erwartet rund 100 Beschäftigte aus kirchlichen Einrichtungen zu einer Kundgebung mit ver.di Landesbezirksleiter Jürgen Bothner um 10.30 Uhr vor dem Verhandlungsraum (Haus 2).

Die Tarifverhandlungen beginnen um 11 Uhr in Frankfurt, DGB Haus, Wilhelm-Leuschner-Straße 69-77.