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Klinikverbund Hersfeld Rotenburg: Konzept für Umstrukturierung …

Klinikverbund Hersfeld Rotenburg: Konzept für Umstrukturierung muss stimmen

14.08.2020

In der Debatte um die Neuausrichtung des Klinikkonzerns Hersfeld-Rotenburg mahnt die Gewerkschaft ver.di zur Besonnenheit. Die zuständige Gewerkschaftssekretärin Kerstin Röhrhoff: „Es wird derzeit in so viele Richtungen öffentlich diskutiert, dass die Beschäftigten sehr verunsichert sind. Sie haben Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren, sie sorgen sich auch um ihre Tarifstandards. Manche sind wütend, andere enttäuscht. Allen Beteiligten ist klar, dass es Veränderung geben wird. Aber sie muss nachvollziehbar sein.“

ver.di erwartet deshalb von den politisch Verantwortlichen, sowohl die vorgelegten Konzepte als auch andere Ideen ergebnisoffen und auf ihre Zukunftsfähigkeit zu prüfen. Aus Gewerkschaftssicht gibt es bisher kein abgeschlossenes, verwertbares Konzept der vom Aufsichtsrat eingesetzten Beraterfirma Curacon. Es wird für Anfang September erwartet. Daneben gibt es aber auch Ideen, die das KKH Rotenburg einbringt. Auf Grundlage all dessen müsse am Ende eine Entscheidung getroffen werden, so Röhrhoff weiter.

Dabei dürften nicht ausschließlich wirtschaftliche Belange zählen. Es müssten auch eine qualitativ hochwertige Versorgung der Bevölkerung des Landkreises und darüber hinaus aufrechterhalten bleiben, die Beschäftigung gesichert und Tarifstandards gewährleistet werden.

Röhrhoff: „Nur wenn die Beschäftigten von dem Neuen überzeugt sind und ernstgenommen werden, kann Akzeptanz, kann eine Umstrukturierung gelingen. Wir fordern die Entscheidungsträger auf, die Expertise und Ideen der Beschäftigten miteinzubeziehen, sowohl aus dem Herz- und Kreislaufzentrum, als auch aus dem Klinikum Bad Hersfeld und der Orthopädie.“

Röhrhoff begrüßt, dass Landrat Koch die Krankenhäuser unter kommunaler Trägerschaft fortführen will. „Wir sind bereit, unter den vorgenannten Aspekten konstruktiv an einer zukünftigen Ausrichtung der Gesundheitsversorgung im Landkreis mitzuarbeiten. Hierzu müssen wir aber von einem medizinischen und wirtschaftlichen Konzept, dessen finanzieller Umsetzbarkeit und der Absicherung der Arbeitsplätze und tariflichen Standards überzeugt werden. “