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Wisag Bodenverkehrsdienste entlässt, obwohl Kurzarbeit möglich …

Wisag Bodenverkehrsdienste entlässt, obwohl Kurzarbeit möglich ist

11.12.2020

Mit Unverständnis reagiert die Gewerkschaft ver.di auf den Entschluss der Firmen Wisag Ground Services und Wisag Passage Services, zirka 225 der insgesamt 850 Beschäftigten zum jetzigen Zeitpunkt betriebsbedingt zu kündigen.

ver.di-Hessen-Landesfachbereichsleiter Verkehr, Mathias Venema: „Es fragt sich, warum ausgerechnet jetzt ein Viertel der Belegschaft gehen muss. Die meisten Firmen am Flughafen verzichten auf betriebsbedingte Kündigungen und nutzen in der Corona Krise das Instrument der Kurzarbeit zur Absicherung der Belegschaft. Die gesetzlichen Kurzarbeitsregelungen sind bis Ende 2021 gültig, die Wisag könne diese nutzen und damit Zeit für sozialverträgliche Lösungen gewinnen.“

Hinzu komme, dass die Beschäftigten der Wisag Ground Services und Passage Services im Gegensatz zu vielen anderen Kolleginnen und Kollegen am Flughafen keinerlei betriebliche Aufstockungen auf das Kurzarbeitergeld erhielten, so Venema. Vor dem Hintergrund der eher niedrigen Löhne bei der Wisag am Flughafen lebten viele Beschäftigte mit ihren Familien damit am Rand des Existenzminimums.

Venema weiter: „Welche Unternehmenspolitik Wisag mit diesem Entschluss verfolgt, bleibt uns völlig schleierhaft. Wir fordern die Wisag auf, die Möglichkeit Kurzarbeit mit Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen bis zum 31.12.2021 auszuschöpfen und in der Zwischenzeit sozialverträgliche Lösungen zu entwickeln. ver.di ist gerne bereit, hierzu in Sozialtarifverhandlungen zu gehen.“