Pressemitteilungen

Warnstreiks in Frankfurt und Offenbach

Warnstreiks in Frankfurt und Offenbach

29.09.2020

Die Gewerkschaft ver.di setzt ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Hessen fort. Am Dienstag, 29.9. sind die Beschäftigten der Frankfurter Stadtverwaltung zum Warnstreik aufgerufen, am Mittwoch die Beschäftigten der Stadtverwaltung von Offenbach. Dazu zählen z.B. städtische Kindertagesstätten, Ordnungsamt, Gesundheitsamt, Jobcenter, Grünflächenamt. Wegen des Warnstreiks wird es bei Behörden zu längeren Wartezeiten kommen und in Kitas ist mit Beeinträchtigungen zu rechnen.

Der Arbeitskampf findet unter Coronabedingungen statt. Auf Abstand und Hygiene wird besonderen Wert gelegt. Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen ist Pflicht.

In Frankfurt findet am 29.9. um 12.00 Uhr eine Demonstration am Eisernen Steg statt, bei der Beschäftigte der einzelnen Dienststellen zusammenkommen und für ihre Forderungen ein klares Zeichen setzen wollen.

In Offenbach treffen sich die Streikenden am 30.9. um 9.00 Uhr vor dem Rathaus. Sie werden nach einer kurzen Kundgebung das Rathaus symbolisch umstellen.

Zum Verlauf der Tarifrunde meint der Landesfachbereichsleiter Gemeinden in Hessen Tom Winhold:"Das bisherige Verhalten der Arbeitgeber in dieser Tarifrunde ist geprägt von beispielloser Respektlosigkeit gegenüber den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, die gerade in der Krise unser Gemeinwesen am Laufen gehalten haben. Ökonomische Halbwahrheiten, ein Generalangriff auf bewährte Grundlagen der Vergütungsordnung und die brüske Zurückweisung jeglichen Kompromissvorschlags zwingen uns in die nun folgenden Streiks."

ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent, beziehungsweise einen Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden. Gefordert wird die Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit. Darüber hinaus soll das Thema der Entlastung der Beschäftigten in den Tarifverhandlungen behandelt werden. Die besonderen Themen des Gesundheitswesens und der Pflege werden an einem eigenen Verhandlungstisch eingebracht.

Das Ergebnis insgesamt soll später zeit- und wirkungsgleich auf Beamt*innen übertragen werden.