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Warnstreik private Busfahrer Hessen

Warnstreik private Busfahrer Hessen

01.11.2019

ver.di zieht eine positive Bilanz des Streiktags der Beschäftigten der privaten Busunternehmen heute. Den Tag über beteiligen sich gut 3.000 Busfahrerinnen und Busfahrer am Ausstand. Streikleiter Jochen Koppel ist sehr zufrieden: „Es waren noch mehr als das letzte Mal. Von den aufgerufenen Betrieben sind fast alle dabei. Die Stimmung auf den Betriebshöfen ist gut. Die Kollegen sind entschlossen, denn sie fühlen sich verschaukelt. Sie erwarten jetzt ein ernstzunehmendes Angebot von den Arbeitgebern. Wenn sie nicht nachbessern, wird es mit Sicherheit weitere Streiks geben.“

Der Busbetrieb ruht in Frankfurt, Bad Homburg, Wallau, Mainz (Sippel), Bad Vilbel, Offenbach, Maintal, Hanau, Erlensee, Gießen, Kassel, Rotenburg, Korbach, Gudensberg, Baunatal, Main-Kinzig, Gelnhausen, Wächtersbach, Birstein, Bad Orb, Fulda, Bad Hersfeld, Darmstadt. Mit dem Streik wollen die Busfahrer den Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Die Arbeitgeber hatten am Mittwoch angeboten, den Stundenlohn von jetzt 13,50 Euro in vier Schritten in vier Jahren auf 15,10 Euro zu erhöhen.

ver.di fordert die Erhöhung des Grundgehalts von jetzt 13,50 Euro auf 16,60 Euro die Stunde. Der Urlaub soll auf 30 Tage innerhalb der geforderten 5-Tage-Woche erhöht werden (derzeit sind es 25 Tage). ver.di-Mitglieder sollen zwei zusätzliche Urlaubstage erhalten. Außerdem sollen fahrplanbedingte Pausen/Wendezeiten bezahlt werden. Derzeit gibt es für diese Leerzeiten keine Bezahlung.

Die Verhandlungen werden am 14. November fortgesetzt.