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Wieder Warnstreiks im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe

Wieder Warnstreiks im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe

14.11.2017

In der Tarifauseinandersetzung im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe in Hessen hat die Gewerkschaft ver.di den Druck erhöht. Seit dem frühen Morgen befinden sich insgesamt gut 200 Paketzusteller von verschiedenen Regionalgesellschaften der DHL Delivery im Warnstreik. Bei DHL Delivery Wiesbaden GmbH streiken alle sieben Depots: Frankfurt-Höchst, Hattersheim, Mainz-Kastel, Ginsheim-Gustavsburg, Darmstadt, Weiterstadt und Heppenheim. Auch die knapp 130 Beschäftigten der DHL Delivery Kassel GmbH haben komplett die Arbeit niedergelegt. Durch die Aktionen kann es zu Verzögerungen in der Paketauslieferung kommen.

Heute sind die Paketzulieferer für die Forderungen der Branchenbeschäftigten im Warnstreik. Zum privaten Verkehrs- und Transportgewerbe in Hessen zählen auch Betriebe der Logistik, Lagerei, Möbeltransporte, Zulieferbetriebe und Speditionen. Nach Schätzungen von ver.di sind in der Branche hessenweit zirka 50.000 Menschen beschäftigt.

ver.di fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt bei einer Laufzeit von 12 Monaten, die Einführung eines 13. Monatsgehalts, ebenso die Einführung von Erfahrungsstufen für langjährig Beschäftigte sowie 150,00 Euro mehr Ausbildungsvergütung je Ausbildungsjahr.

Die Arbeitgeber hatten drei Nullmonaten und ab dem 1.2.2018 eine Lohnerhöhung um 2 Prozent und ab 1.2.2019 um 1,9 Prozent angeboten. Die Laufzeit solle 24 Monate betragen Ein 13.Monatsgehalt und Erfahrungsstufen lehnt die Arbeitgeberseite ab.

Die Tarifverhandlungen waren vergangene Woche ergebnislos abgebrochen worden.