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Privates Transport- und Verkehrsgewerbe: Erste erfolgreiche Warnstreiks

Privates Transport- und Verkehrsgewerbe: Erste erfolgreiche Warnstreiks

11.11.2017

Nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen für die nach ver.di Schätzungen gut 50.000 Beschäftigten im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe in Hessen sind erste Warnstreiks erfolgreich verlaufen. So ließen heute am Frankfurter Flughafen die zirka 60 Beschäftigten der Frühschicht von Frankfurt Cargo Service FCS und von pan alpina die Arbeit ruhen. In der Folge kam es zu Engpässen bei der Verladung von Gütern.

Am Mittwoch hatte es bereits erste stundenweise Warnstreiks bei DHL Delivery in Wiesbaden, Ginsheim-Gustavsburg, in Rodgau, in Frankfurt-Rödelheim und Lollar bei Gießen gegeben. Gestern, Freitag, wurde dpd im osthessischen Neuhof bestreikt. In der Nacht zu heute, Samstag streikten zeitweise die Spätschicht von gestern und die Nachtschicht von heute beim Geis-Ersatzteilservice in Neu-Isenburg. Dabei sind rund 400 Aufträge unerledigt geblieben.

ver.di-Streikleiter Patrick Fois: „Wir haben in ganz Hessen Aktionsbereistschaft gezeigt. Das ist erst der Anfang. Die Stimmung in den Betrieben ist gut, was die Verstärkung von Streiks angeht. Die Kolleginnen und Kollegen sind sauer über das Angebot der Arbeitgeber.“

Die Arbeitgeberseite hatte angeboten, nach drei Nullmonaten ab dem 1.2.2018 die Löhne um 2 Prozent und ab 1.2.2019 um 1,9 Prozent zu erhöhen. Ein 13.Monatsgehalt sah das Angebot nicht vor, auch keine Erfahrungsstufen, wie von ver.di gefordert. Die Laufzeit solle 24 Monate betragen.

ver.di fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, die Einführung eines 13. Monatsgehalts, ebenso die Einführung von Erfahrungsstufen für langjährig Beschäftigte sowie 150,00 Euro mehr Ausbildungsvergütung je Ausbildungsjahr – alles bei einer Laufzeit von 12 Monaten.