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Mehr als 16.000 Demonstrierende legen Frankfurter Innenstadt …

Mehr als 16.000 Demonstrierende legen Frankfurter Innenstadt lahm

28.05.2015

Die Gewerkschaft ver.di ist mit dem Verlauf von Kundgebung und Demonstration heute in Frankfurt sehr zufrieden. Landesbezirksleiter Jürgen Bothner: „Mehr als 16.000 Demonstrierende, weit mehr als der Römervorplatz fassen konnte. Das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Das ist bewegend, es ist bunt, fröhlich und macht Spaß. Wir freuen uns zu sehen, mit viel kreativer Energie die Kolleginnen und Kollegen ihre tarifpolitischen Ziele verfolgen.“ Der ver.di Bundesvorsitzende Frank Bsirske sagte, man wolle es jetzt endlich ändern, dass die Arbeit mit Menschen in unserer Gesellschaft geringer geschätzt werde als die Arbeit mit Maschinen. Bsirske nannte es in seiner Rede abwegig, wenn die kommunalen Arbeitgeber die Tarifforderungen im Sozial- und Erziehungsdienst als unbezahlbar darstellten. Er sagte: „Wir fordern durchschnittlich 10 Prozent mehr Geld. Im Gesamtzusammenhang der kommunalen Arbeitgeber macht der Sozial- und Erziehungsdienst 10 Prozent aus. Das entspricht einer Lohnkostensteigerung von einem Prozent. Das soll unbezahlbar sein? Wo die Steuerschätzung für Deutschland  bis 2018 Mehreinnahmen in Höhe von jährlich einer Milliarde Euro voraussagt? Das ist durchaus finanzierbar. Beim Verband der kommunalen Arbeitgeber haben aber die Hardliner das Sagen. Sie lassen sich nicht von den Zahlen beeindrucken und es bewirkt auch keinen Umschwung, dass unsere Forderungen in weiten Teilen der Gesellschaft als berechtigt angesehen werden.“

Stefan Körzell vom DGB-Bundesvorstand kritisierte die Politik dafür, dass sie am Sonntag in Talkshows sitze und von der Relevanz frühkindlicher Erziehung spreche, montags aber die Beschäftigten nicht ordentlich bezahle. Körzell sagte: „Bildung ist eine gesamtstaatliche Aufgabe. Bund, Land und Kommunen müssen gleichermaßen etwas dazu beitragen. Für eine gute öffentliche Infrastruktur brauchen wir einen handlungsfähigen Staat. Und der braucht Einnahmen. Dafür muss die Politik sorgen.“