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Streik an städtischen Bühnen Frankfurt

Streik an städtischen Bühnen Frankfurt

02.04.2018

Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten an Kammerspiel, Schauspiel und Oper in Frankfurt heute am Ostermontag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Der Streik begann um 6.00 Uhr und dauert bis zum Ende des Spätdienstes. Der Aufruf richtet sich an Beschäftigte, die heute zum Dienst eingeteilt sind. Dabei handelt es sich um die Bereiche Bühnentechnik, Beleuchtung, Ton, Requisite, Kostüm, Kasse und Maske. Die Beteiligung ist laut Betriebsrat sehr gut.
Dadurch kann es zu Beeinträchtigungen bei den Vorstellungen kommen, die heute auf dem Spielplan stehen.
 
Mit dem Streik wollen die Bühnenbeschäftigten ihrer Forderung in der Tarifrunde öffentlicher Dienst Nachdruck verleihen. Dort ist bis jetzt noch kein Angebot der Arbeitgeberseite gemacht worden.
ver.di fordert für die 2,3 Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vorschrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Der Bund wird aufgefordert, das Verhandlungsergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die 344.000 Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie 182.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger zu übertragen.
 
Die dritte Verhandlungsrunde findet am Sonntag den 15. und Montag, den 16. April 2018 in Potsdam statt.