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Flughafen Frankfurt: Demo gegen giftige Kabinenluft

Flughafen Frankfurt: Demo gegen giftige Kabinenluft

07.07.2017

Viel Fliegen kann krank machen. Denn die Kabinenluft in Flugzeugen birgt Risiken. Bei sogenannte Fume- oder Smell-Events gelangen Giftstoffe ins Flugzeuginnere und über die Atemluft in die Insassen.

Die Kabinenluft wird über die Turbinen abgezapft. Diese Hochleistungsmotoren werden jedoch mit synthetischen Ölen geschmiert, die toxisch wirkende Organophosphate (Grundlage für Pestizide und chemische Kampfstoffe) und flüchtige Kohlenwasserstoffe enthalten. Ebenso in der Kabinenluft: verdampfte Hydraulikflüssigkeiten, im Winter Enteisungsmittelm und viele weitere giftige Stoffe. Wer das oft einatmet, in dessen Körper können sich die Giftstoffe absetzen und das sogeannte aerotoxische Syndrom auslösen. Dieser Begriff bezeichnet eine Vielzahl von Symptomen wie Kopfschmerzen, Atemnot, Schleimhautreizungen, grippeähnlichen Symptomen und vieles mehr. Das Krankheitsbild ist zwar seit den 1950er Jahren bekannt, doch wenig erforscht und von Behörden, Fluggesellschaften und Flugzeugindustrie nicht anerkannt.

ver.di setzt sich dafür ein, dass das aerotoxische Syndrom als Krankheitsbild anerkannt wird und die Smell/Fume-Events als Arbeitsunfälle gelten.

Auf diese Situation möchten ver.di-Mitglieder und Luftfahrtbeschäftigte aufmerksam machen. Deshalb ruft ver.di dem Frankfurter Flughafen zu einer Demonstration auf.

Sie findet statt

  • am Freitag, den 14.7.
  • ab 14.30 Uhr
  • Ankunft A im Außenbereich (Terminal 1)

Von dort geht der Demonstrationszug los zum Bereich C, dann zum Abflug C, über A zurück und dann zum Ankunftsbereich B. Dort findet bei der Abflugebene nahe der Anzeigentafel eine Kundgebung statt.