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Busfahrer nehmen Schlichterspruch an

Busfahrer nehmen Schlichterspruch an

10.02.2017

In der Tarifauseinandersetzung der Busfahrer im Landesverband der Hessischen Omnibusbetreiber LHO liegt das Ergebnis der ver.di-internen Mitgliederbefragung vor. Demnach haben 62,02 % Prozent der betroffenen Mitglieder für die Annahme des Schlichtungsspruchs gestimmt. Damit gilt der Schlichterspruch als angenommen. Die Tarifkommission hatte sich bereits einstimmig für den Kompromissvorschlag ausgesprochen.

Die ver.di-Mitglieder der Omnibusbranche hatten eine Woche lang Zeit, sich in einer geheimen Wahl persönlich an der Abstimmung zu beteiligen. 

Ein Ergebnis gilt laut ver.di Statuten dann als angenommen, wenn sich mehr als 25 Prozent der zur Befragung aufgerufenen Mitglieder per Stimmzettel für das Verhandlungsergebnis aussprechen. 

ver.di gibt nach der Auszählung intern wie extern lediglich eine Zahl bekannt, nämlich das Endergebnis. Teilergebnisse aus einzelnen Betrieben oder aus bestimmten Landesteilen werden nicht genannt.

ver.di Landesbezirksfachbereichsleiter Ronald Laubrock zum Ergebnis: „Das Votum ist deutlich. Die Mitglieder sind – auch nach teilweise intensiven Diskussionen in den Betrieben – mehrheitlich überzeugt von dem Schlichterspruch. Wir hatten gehofft, dass wir die positiven Seiten der Empfehlung vermitteln können. Das ist uns offenbar gelungen. Die Zustimmung freut uns sehr, zumal hinter allen Beteiligten anstrengende Wochen liegen. Diese Arbeit zahlt sich jetzt aus. Das Ergebnis bedeutet jedoch auch, dass die Politik nun in der Verantwortungist ihre Zusagen zu einem verbesserten Refinanzierungsmodell zu erfüllen.“ 

 Die Schlichter hatten ihren Kompromissvorschlag am vergangenen Freitag vorgestellt. Er sieht vor, den Ecklohn stufenweise bis auf 13,50 Euro zu erhöhen (ab 1.12. 2018). Fahrplanmäßige Pausenzeiten bis zu 10 Minuten sollen künftig vergütet werden. Weitere Vergütung von Pausenzeiten ab Dezember 2018. Ebenfalls ab Dezember 2018 soll der Einstieg in eine betriebliche Alterversorgung beginnen.

Außerdem sollte gemeinsam mit der Politik eine sogenannte Preis-Gleitklausel erarbeitet werden. Diese soll es - grob gesagt - den Busunternehmern erlauben, bei gewerkschaftlichen Lohnforderungen flexibler reagieren zu können, ohne Verluste zu machen.