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Südhessen, Darmstadt, Wiesbaden und westliches Mittelhessen

Südhessen, Darmstadt, Wiesbaden und westliches Mittelhessen

11.04.2018

ver.di Hessen zieht eine positive Bilanz des zweiten großen Warnstreiktages in Folge. Insgesamt waren 6.200 Kolleginnen und Kollegen auf den beiden Demonstrationen. Davon 1.200 in Wiesbaden und 5.000 in Darmstadt. Aus beiden Städten berichten die Organisatoren von einer überwältigenden Stimmung. In Wiesbaden streikten unter anderen der öffentliche Personen-Nahverkehr ESWE mit den Stadtbussen, die Entsorgungsbetriebe, Kindertagesstätten, öffentliche Verwaltungen, das Statistische Bundesamt und die Außenstelle des Bundesverwaltungsamtes (BVA). Im Rheingau-Taunus-Kreis, im Landkreis Limburg-Weilburg waren neben dem öffentlichen Dienst auch Krankenhäuser und psychiatrische Krankenhäuser aufgerufen sowie Dienststellen der Arbeiterwohlfahrt AWO.

In Darmstadt gab es eine gemeinsame Demonstration der Telekom und des öffentlichen Dienstes, die maßgeblich von der Gewerkschaftsjugend geprägt wurde. Teilgenommen haben Telekom-Beschäftigte aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie Streikende des öffentlichen Dienstes aus Darmstadt und ganz Südhessen. Gestreikt wurde in Sparkassen, Kindertagesstätten, Mülldeponien, öffentlichen Verwaltungen, im Bundeswehr Depot Süd, Standort Pfungstadt und in der HIL GmbH Darmstadt (Heeres InstandsetzungsLogistik GmbH).

Morgen liegt der hessische Warnstreikschwerpunkt in Mittelhessen. Aufgerufen sind die Beschäftigten von Bund und Kommunen in Mittelhessen (Gießen, Landkreis Gießen, Landkrreis Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill-Kreis) und zwar zu einem ganztägigen Warnstreik. Teilnehmen werden Beschäftigte der kommunalen Krankenhäuser, Kindertagesstätten, Verwaltungen, Bauhöfe und Stadtwerke.

Aus der Region fahren Busse nach Gießen zu einer Demonstration und Kundgebung. Treffpunkt für die Demonstration: 9.00 Uhr Lindenplatz in Gießen, Demostart um 9.30 Uhr. Kundgebung wieder auf dem Lindenplatz um zirka 11.00 Uhr.

ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Darüber hinaus fordert ver.di eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat. Außerdem sollen Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend übernommen werden.

Bei der Telekom fordert ver.di in der laufenden Tarifrunde unter anderem eine tabellenwirksame Entgelterhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und die Vergütungen für dual Studierende soll um jeweils 75 Euro pro Monat angehoben werden.