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KiföG muss nachgebessert werden

KiföG muss nachgebessert werden

16.07.2014

Zu der Landtagsdebatte über das Kinderförderungsgesetz heute nimmt die zuständige ver.di Gewerkschaftssekretärin Kristin Ideler Stellung:

 „Wir fordern weiter Verbesserungen an dem Gesetz. Denn beim runden Tisch des Sozialministers vergangene Woche hat sich gezeigt, dass die Kritik nach der Verabschiedung des Gesetzes dieselbe ist wie davor. Denn die Probleme haben sich nicht geändert. Es besteht unter anderem Nachbesserungsbedarf bei der Anrechnung und Vergütung mittelbarer pädagogischer Zeiten wie zum Beispiel für Leitungs- und Ausbildungstätigkeiten, Weiterbildung und Elterngespräche. Auch ist die im Gesetz angelegte Ausfallzeitenpauschale von 15 Prozent viel zu gering. Das stellt viele Einrichtungen in Hessen vor ernste Probleme, da die Personalausfälle aufgrund von Arbeitsverdichtung, permanenter Überlastung und unbesetzten Stellen viel höher sind. Auch ein deutlich höherer Betreuungsschlüssel und die Rückkehr zur gruppen- statt kindbezogener Berechnung muss aus der Sicht von ver.di angestrebt werden.“

 Ideler machte noch einmal deutlich, dass es ver.di um die Arbeitsbedingungen der KollegInnen und die Betreuungsqualität geht. „Beide Faktoren hängen zusammen und dürfen sich nicht weiter verschlechtern. Hierfür muss bei der bevorstehenden Evaluation des KiföG, welche vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Frankfurt durchgeführt wird, die Perspektive der pädagogischen Fachkräfte in den Kitas intensiv einbezogen werden und nicht nur die der Kita-Leitungen. Denn die Auswirkungen des Kifög werden sich im Arbeitsalltag der ErzieherInnen am deutlichsten abbilden.“

 Die Erhebung wird im August starten. ver.di ruft alle KollegInnen dazu auf, sich aktiv daran zu beteiligen. Kristin Ideler: „Die Erzieherinnen und Erzieher sollen durch ihre Schilderungen aufzeigen, wo in den Einrichtungen der Schuh beim KiföG drückt.“ Langsfristig, so Ideler werde aber nur eine deutliche finanzielle Aufwertung der Tätigkeit von ErzieherInnen die derzeitigen Problematiken lösen. Hierfür wird sich ver.di als Tarifpartei in 2015 gemeinsam mit den KollegInnen in den Kitas aktiv einsetzen.