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Warnstreik Postbank

Warnstreik Postbank

02.10.2017

Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der hessischen Postbank-Filialen für heute, den 2.10. zu einem Warnstreik auf. Betroffen ist vor allem das Rhein-Main-Gebiet. Postbankkunden in Frankfurt, Darmstadt, Groß-Gerau und Bad Homburg müssen sich auf Verzögerungen einstellen oder darauf, dass ihre Filiale geschlossen bleibt. In Hessen gibt es zirka 80 Postbank-Filialen. Alles in allem sind hier rund 700 Menschen beschäftigt.

In diesen Tagen finden bundesweit Warnstreiks bei der Postbank statt. Der Hintergrund sind die abgebrochenen Tarifverhandlungen. Die Verhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Postbank waren vergangene Woche in der dritten Runde ergebnislos abgebrochen worden. So ist etwa das Angebot der Postbank, tariflichen Kündigungsschutz bis 2019 zu gewährleisten, für ver.di nicht akzeptabel. Er würde zu einem Zeitpunkt enden, in dem ver.di ein großes Risiko für Arbeitsplatzabbau sieht, weil dann die Integration von Postbank und Deutscher Bank in vollem Gange ist. ver.di fordert eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022.

Was das Gehalt angeht, fordert ver.di die Erhöhung um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie weitere unternehmensspezifische Forderungen.

Die Postbank hatte 1,5 Prozent zum 1. November 2017 angeboten und 1,0 Prozent zum 1. Februar 2019. Bei 7 Nullmonaten.

Die Warnstreiks jetzt stehen in Zusammenhang mit der Ankündigung, die Arbeitskampfmaßnahmen in den nächsten Wochen zu intensivieren. Darüber hinaus wird ver.di in eine Urabstimmung zu einem Erzwingungsstreik eintreten.

Verhandelt wird für bundesweit rund 18.000 Beschäftigte bei der Postbank, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Gruppe und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden AG).