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Abbruch Tarifverhandlungen Privates Transport- und Verkehrsgewerbe

Abbruch Tarifverhandlungen Privates Transport- und Verkehrsgewerbe

07.11.2017

Die Tarifverhandlungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe in Hessen wurden am Montag, 6. November 2017, ergebnislos abgebrochen.

ver.di fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, die Einführung eines 13. Monatsentgeltes, die Einführung von Erfahrungsstufen für langjährig Beschäftigte sowie 150,00 Euro mehr Ausbildungsvergütung je Ausbildungsjahr bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Das Angebot der Arbeitgeberseite blieb weit hinter den Forderungen von ver.di zurück. Zunächst wurde mitgeteilt, dass es einen 24-monatigen Abschluss geben müsse, von denen die ersten drei Monate sogenannte Nullmonate sein müssen. Ab 1.2.2018 würden die Löhne dann um 2,0% und ein Jahr später um weitere 1,9 Prozent erhöht. Ein Angebot für ein 13. Monatsentgelt sowie die Erfahrungsstufen blieb aus, da dieses nicht darstellbar sei. Auch bei den Ausbildungsvergütungen hat sich die Arbeitgeberkommission nicht mit Ruhm bekleckert. Man könne sich vorstellen, diese um 20 Euro im ersten, 35 Euro im zweiten und 40 Euro im dritten Ausbildungsjahr zu erhöhen.

„Seit Jahren klagen die Arbeitgeber der oben genannten Branchen massiv über den ruinösen Wettbewerb durch Dumpinganbieter, Fachkräftemangel und über mangelnden Nachwuchs“, berichtet Patrick Fois, Verhandlungsführer der ver.di. „Ändern wollen sie aber wohl nicht wirklich was, sonst hätten wir ein anderes Angebot erhalten müssen“, so Fois.

In den kommenden Wochen werden die Beschäftigten der privaten Paketzustelldienste (KEP-Branche) sowie die Betriebe der Logistik, Lagerei, Möbeltransporte und Speditionen ihren Forderungen Nachdruck verleihen müssen, so dass es vereinzelt zu Streikmaßnahmen kommen wird.