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Tarifverhandlungen mit dem Land Hessen gestartet

Tarifverhandlungen mit dem Land Hessen gestartet

27.01.2017

In Wiesbaden haben die Tarifverhandlungen für die Landesbeschäftigten begonnen. Die Runde vertagte sich erwartungsgemäß, nachdem die Gewerkschaften dem Minister ihre Forderungen vorgetragen haben und er erste Stellung dazu bezog, ohne jedoch ein Angebot vorzulegen.

Verhandlungsführer und ver.di-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper: „In den entscheidenen Punkten haben wir noch große Differenzen, wie bei der möglichen Erhöhung der Entgelte und der Vereinbarung einer sozialen Komponente.

Mit Blick auf die Gewinnung und Bindung von qualifizierten Fachkräften für den öffentlichen Dienst halten wir das für unzureichend. Die derzeit gute wirtschaftliche Situation und die sprudelnden Steuereinnahmen lassen es zu, hier stärker an die Einkommen der privaten Wirtschaft anzugleichen, um die Wettbewerbsfähigkeit des öffentlichen Dienstes zu erhöhen. Schon heute ist es schwierig IT-Beschäftigte, Ingenieure, Facharbeiter, Feuerwehrleute Pflegekräfte und Erzieherinnen für den öffentlichen Dienst zu gewinnen.“

ver.di fordert für die rund 45.000 Landesbeschäftigten 6 Prozent mehr Lohn. Dabei sollen die unteren Einkommen stärker berücksichtigt werden. Die Ausbildungsentgelte sollen um 90 Euro steigen. Außerdem wollen die Gewerkschaften unter anderem ab der Gehaltsstufe 9 (bis 15) eine weitere Erfahrungsstufe (Stufe 6, bisher nur 5 Stufen) einführen. Damit sollen vergleichbare Bedingungen zu Bundes- und Kommunaldienststellen geschaffen werden, bei denen es diese Erfahrungsstufe bereits gibt.

Der öffentliche Dienst sieht in einer Gehaltsstufe mehrere Erfahrungsstufen vor. Dabei steigt das Gehalt nach Beschäftigungszeiten automatisch.

Die zweite Verhandlungsrunde findet am 2. und 3.März in Dietzenbach statt.