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Warnstreiks in hessischen Zeitungsredaktionen

Warnstreiks in hessischen Zeitungsredaktionen

24.04.2018

Vor der fünften Verhandlungsrunde über einen neuen Gehaltstarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen am 25. April in Berlin finden bundesweit wieder zahlreiche Arbeitsniederlegungen statt. In Hessen treten heute Redakteurinnen und Redakteure der Frankfurter Neuen Presse mit Regionalausgaben und der Echo-Gruppe aus Südhessen in den Warnstreik. Sie treffen sich mit streikenden Kolleginnen und Kollegen vom Aschaffenburger „Main-Echo“ zu einer gemeinsamen Streikversammlung in Darmstadt.

Bundesweit sind bis morgen Redakteurinnen und Redakteure von rund 70 Zeitungsredaktionen zu Warnstreiks aufgerufen. Schwerpunkte sind Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

ver.di fordert für feste und freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen 4,5 Prozent mehr Geld und für den journalistischen Nachwuchs eine überproportionale Mindesterhöhung von 200 Euro bei einer Laufzeit des Tarifvertrags über zwölf Monate.

Der Verlegerverband BDZV hat zuletzt lediglich eine Erhöhung der Gehälter um zweimal 1,3 Prozent jeweils ab 1. Mai 2018 und 2019 bei einer Tarifvertragslaufzeit von 24 Monaten angeboten. Dies würde selbst bei einer niedrigen Inflationsrate einen realen Einkommensverlust bedeuten.