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Überlastete Klinikbeschäftigte

Überlastete Klinikbeschäftigte

27.07.2017

Die vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat das städtische Klinikum Frankfurt-Höchst zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert. Durch die Personalnot sei der Druck auf die Beschäftigten enorm. Gesetzlich vorgeschriebene Pausen könnten oft nicht genommen werden. Vor allem Pflegkräfte haben permanent die Sorge, nicht so pflegen und versorgen zu können, wie es fachlich geboten wäre. Der Dauerstress belaste und mache viele Beschäftigte sogar krank. „Arbeit muss so organisiert werden, dass die Gesundheit nicht gefährdet wird, das gilt auch für Krankenhäuser“, sagt Georg Schulze-Ziehaus, Fachbereichsleiter Gesundheit bei ver.di Hessen. „Alle wissen um die dramatische Situation, aber die Arbeitgeber ändern daran nichts. Deshalb machen wir das Thema Entlastung nun zum Gegenstand einer tarifpolitischen Auseinandersetzung“, so Schulze-Ziehaus.

Die Aufforderung zu Tarifverhandlungen sind eingebettet in die bundesweite Bewegung der Gewerkschaft ver.di für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus. Bundesweit fehlen 162.000 Stellen, 70.000 allein in der Pflege. 64 Prozent der Pflegekräfte müssen nachts allein durchschnittlich 26 Patient/innen pflegen und versorgen. Die Krankenhausarbeitgeber haben die Verantwortung für gute Arbeitsbedingungen, die durch entsprechende Tarifverträge zu regeln sind. Der Gesetzgeber habe die Verantwortung für eine gute Gesundheitsversorgung mit einer vorgeschriebenen Personalausstattung und einer ausreichenden, zweckgebundenen Finanzierung, so der Gewerkschafter weiter.

ver.di erwartet die zügige Aufnahme von Tarifverhandlungen. „Die Geduld und die Kraft der Beschäftigten in den Kliniken ist restlos aufgebraucht“, bekräftigt Schulze-Ziehaus.