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Bilanz Warnstreiktag in Mittelhessen

Bilanz Warnstreiktag in Mittelhessen

12.04.2018

Die Warnstreiks von ver.di Hessen im öffentlichen Dienst haben sich heute auf Mittelhessen konzentriert. Die Streikenden reisten aus den Landkreisen Gießen, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill zu einer zentralen Demonstration nach Gießen. Daran nahmen gut 1.800 Kolleginnen und Kollegen teil. Bestreikt wurden die jeweiligen Gemeinden mit allen Dienststellen sowie die Eigenbetriebe der Gemeinden. Es beteiligten sich unter anderem Kindertagesstätten (dort neben den Erzieherinnen auch Reinigungskräfte und Hauswirtschaftspersonal), Stadtreinigungen, Kliniken, Sparkassen, Bauhöfe. ver.di Mittelhessen-Streikleiter Jürgen Lauer: „Die Teilnahme war wesentlich höher als erwartet. Wir haben heute sehr viel Jugend gesehen, viele Kollegen von den Sparkassen und aus den Krankenhäusern. Das zeigt, es ist die Bereitschaft da, für die Forderungen einzutreten. Die Arbeitgeber sollten das als Warnzeichen betrachten und ihre Verweigerungshaltung aufgeben.“

Morgen, am Freitag, den 13.4. liegen die Warnstreikschwerpunkte in Frankfurt und Region sowie in Osthessen und Hanau. In Frankfurt und Hanau finden jeweils Kundgebungen statt, zu denen Streikende der umliegenden Gemeinden per Bus und Bahn anreisen.

In Hanau und Osthessen aufgerufen zum Warnstreik sind die Dienststellen bzw. Betriebe der Landkreise Hersfeld-Rotenburg, Landkreis Fulda, Landkreis Vogelsbergkreis und des Main-Kinzig-Kreis. Das betrifft alle Kreisverwaltungen, Verwaltungen, Bauhöfe und Kita-Einrichtungen der jeweiligen Städte und Gemeinden, Altenpflegezentren MKK, Behindertenwerk Main-Kinzig, Klinikum Bad Hersfeld, Hanau, Alsfeld, Sparkasse Hanau, Kreis-/Stadtwerke, Hafen Hanau, Bäder Hanau, Gasversorgung MainKinzig, RhönEnergie, Osthessen-Netz, Hanau-Netz, Arbeitsagenturen Fulda- Bad Hersfeld - Hanau, Jugendzentrum Ronneburg.  

Es findet ein Sternmarsch zum Kurt-Blaum-Platz in Hanau statt, wo die Züge um 9.00 Uhr zusammentreffen. Dann folgt eine gemeinsame Demonstration durch die Hanauer Innenstadt. Ab 10.15 Uhr Abschlusskundgebung auf dem Freiheitsplatz. Erwartet werden 1.500 Teilnehmer.

In Frankfurt zum Warnstreik aufgerufen sind die Dienststellen der Stadt sowie deren Eigenbetriebe: unter anderem die Frankfurter Stadtentwässerung, Frankfurter Entsorgungsbetriebe, Verkehrsgesellschaft Frankfurt VGF, städtische Bühnen, Klinikum Höchst, Stadtverwaltung Frankfurt, Praunheimer Werkstätten, Verein Arbeits- und Erziehungshilfe, AWO-Bezirksverband Hessen-Süd, orthopädische Klink Friedrichsheim, Heilig Geist-Klinik sowie weitere Kliniken in öffentlicher Hand.

Zur Kundgebung nach Frankfurt kommen die Beschäftigten der Stadt Offenbach aus der Stadtverwaltung, Kreisverwaltung, MainArbeit, Eigenbetrieb Kindertagesstätten EKO.
Teilnahme Demonstration in Frankfurt (Sammeln 7.30 Uhr Rathaustreppe, Berliner Str. 100)

Nach Frankfurt kommen per Bus Beschäftigte aus dem Hochtaunuskreis, Maintaunuskreis, Wetteraukreis. Sie bestreiken unter anderem Kindertagesstätten, Verwaltungen, eine Blindenschule, Gartenbetriebe.

Auch in Frankfurt findet ein Sternmarsch statt. Aus vier Richtungen laufen die Streikenden zum Roßmarkt. Am Allerheiligentor beim Kommunalen Arbeitgeberverband gibt es eine Zwischenkundgebung (zirka 10.30 Uhr), ebenso vor dem Kreisverbandsbüro der Frankfurter CDU (zirka 11.00 Uhr).

Die Hauptkundgebung ist für 11.45 Uhr auf dem Roßmarkt geplant. Hauptrednerin ist das ver.di-Bundesvorstandsmitglied Gabriele Gröschl-Bahr.

Zur Frankfurter Kundgebung werden einige Tausend Streikende erwartet.

Mit den beiden Großveranstaltungen beendet ver.di Hessen die Warnstreikwoche, bevor am Sonntag in Potsdam die Tarifverhandlungen fortgesetzt werden.

ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Darüber hinaus fordert ver.di eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat. Außerdem sollen Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend übernommen werden.