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Vergütung für Friseurauszubildende

Vergütung für Friseurauszubildende

30.08.2017

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zieht eine positive Bilanz der Protestaktionen „Das Friseurhandwerk geht baden“, die am 29. August 2017 bundesweit stattfanden.

Mathias Venema, Landesfachbereichsleiter Besondere Dienstleistungen ver.di Hessen stellt fest: „Von 450 € Ausbildungsvergütung kann niemand in Hessen leben. Die Auszubildenden im Friseurhandwerk in Hessen werden daher zeitnah ihre Tarifforderungen beraten und die Arbeitgeber zu Tarifverhandlungen auffordern.“

„In rund 20 Städten haben Auszubildende mit kreativen Aktionen über ihre schlechte Bezahlung aufgeklärt und Druck gemacht für Tariferhöhungen. Das ist ein eindrucksvolles Zeichen für bessere Ausbildungsbedingungen“, sagte ver.di-Sekretär Marvin Reschinsky für die Bundesebene.

ver.di will in Hessen sowie in zehn weiteren Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Berlin, Hamburg, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein) ab Herbst Tarifverhandlungen führen und fordert bundesweit Erhöhungen zwischen 10 und 20 Prozent. Im ersten Ausbildungsjahr soll die Vergütung mindestens 325 Euro betragen. Angestrebt wird perspektivisch eine bundesweite Angleichung der Vergütungen.

Im Friseurhandwerk gibt es rund 23.000 Auszubildende. Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) lag die durchschnittliche Ausbildungsvergütung im Friseurhandwerk 2015 im Osten bei gerade einmal 269 Euro, im Westen bei 494 Euro monatlich. In Hessen lag sie bei 450 Euro im ersten Lehrjahr. Der bundesweite Gesamtdurchschnitt der tariflichen Ausbildungsvergütungen lag über sämtliche Branchen hinweg hingegen bei 826 Euro monatlich.

Nähere Informationen zur bundesweiten Tarifkampagne „Besser abschneiden“ und hier