Beamtinnen und Beamte

Debatte um Bürgerversicherung

Debatte um Bürgerversicherung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

diese Woche entfachte eine Bertelsmann-Studie  eine Debatte über die Krankenversicherung von Beamtinnen und Beamten. Sie sollen nicht mehr privat versichert sein, sondern mit den gesetzlich Versicherten in eine Art Bürgerversicherung überführt werden. Die SPD macht sich sich sehr stark für diesen Vorschlag ein, auch Linke und Grüne wollen die private Krankenversicherung abschaffen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hatte im Dezember 2016 unter dem Titel "Der Weg zur Bürgerversicherung" bereits ein Positionspapier vorgelegt.

ver.di mahnt in dieser Debatte eine sachliche Diskussion an und schlägt verbesserte Wahlmöglichkeiten für diese Beschäftigtengruppe vor. Hier das Statemnet zum Thema vom zuständigen ver.di Bundesvorstand Wolfgang Pieper:

"Die Debatte um die Bürgerversicherung muss sachlich und an den realen Problemen orientiert geführt werden. Massiv steigende Beiträge in der privaten Krankenversicherung belasten die Beamtinnen und Beamten zunehmend. Die Gesetzliche Krankenversicherung ist für sie dagegen unattraktiv, weil sie den Arbeitgeberbeitrag vollständig selbst aufbringen müssen". Zur Bürgerversicherung lägen verschiedene Vorschläge vor, die die Einbeziehung von Beamtinnen und Beamten beträfen. Unter Verweis auf ein aktuelles Papier der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) erklärte Pieper: "Der FES-Vorschlag sieht eine Wahlfreiheit der Beamtinnen und Beamten zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung vor. Entscheiden sie sich für die gesetzliche Krankenversicherung, muss der Dienstherr einen Beitragszuschuss zahlen. Dies wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung und könnte die Attraktivität der gesetzlichen Krankenversicherung auch für Beamtinnen und Beamte deutlich erhöhen."

Solch ein Schritt sei eine notwendige und sinnvolle Voraussetzung für die weitere Debatte.

 

Neuigkeiten